Tarot die Quelle zum Kartenlegen

Die ersten Spielkarten wurden im frühen 14.Jh. urkundlich erwähnt. Alsbald traten sie ihren Siegeszug durch die ganze Welt an. Dies lässt sich besonders daran erkennen, dass seinerzeit viele Verbotsschriften zum Thema des Kartenspielens existierten. Wilhelm Posten, seines Zeichens ein Gelehrter aus Frankreich, bestimmte im 16.Jh. die vier Schriftzeichen T, A, R und O. Diese Lettern aus Kreislinie geschriebenes Endloswort konnte somit auch Orat, Taro, Rota aber auch Tora heißen. Letzteres ist aus dem Jüdischen bekannt, dem heiligen Buch der Juden. Stark angelehnt ist dem Tarot die Begrifflichkeit Trionfi. Entstanden ist dieser Begriff aller Wahrscheinlichkeit nach 1420 bis 1425. Erst im 19.Jh. erlangte das Tarot die breite Öffentlichkeit als Wahrsageinstrument. Denn bis dahin galt Tarot als konventionelles Kartenspiel. Gerade aber im späten 19.Jh. trug die esoterische Gesellschaft Europas dazu bei, das Tarot zu verbreiten. Kartenlegen ist heute ein zentraler Bestandteil der esoterischen Lebensberatung. Nicht nur Lenormandkarten, nein, auch Tarotkarten. Engelskarten, I-Gingkarten und auch Zigeunerkarten ergänzen den Wirkungskreis beim Kartenlegen. Das Tarot-Set, oftmals auch als Deck bezeichnet, hat 78 Karten. Also genau der Summe der ersten 12 Zahlen, dem Symbol der Vollständigkeit. Auch wird dies oft als großes Ganzes bezeichnet. Jedoch findet man in Maxwell Millers Tarot nur 74 Karten. Das unterscheidet sie vom klassischen Deck des Tarots.
Kartenlegen
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Autor   Eleonora Düdder
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