Kommunikation per SMS
Wer setzt sich heutzutage eigentlich noch hin und sammelt Muße und Muse, um einen handschriftlichen Brief aufzusetzen? Die Antwort muss wohl lauten: Kaum jemand. Nur noch echte Nostalgiker können sich jene Zeit abzwicken, die solch ein Verfahren in Anspruch nimmt. Alle anderen schreiben SMS.
Der Short Message Service (Kurznachrichtendienst) hat sich in den letzten Jahren zum Kommunikationsmedium Nummer Eins entwickelt. Nicht nur in den Schulen und Universitäten wird fleißig ‚gesimst’ (wie man den SMS-Versand heutzutage nennt), sondern auch in Zügen und Bussen, im Einkaufzentrum, auf der Straße, während des Abendessens oder sogar auf dem Arbeitsplatz.
Die Kurznachrichten, die bis zu 160 Zeichen lang sind, liegen im Trend. Die Hektik und der Stress der Gegenwart lassen kaum Zeit für aufwändiges Briefeschreiben. SMS sind hingegen schnell getippt. Hilfsfunktionen wie das T 9 – Wörterbuch haben das Nachrichtenschreiben in den letzten Jahren stark vereinfacht.
Anders als der gewöhnliche Briefwechsel ist SMS-Kommunikation interaktiv. Man wartet nicht tagelang auf eine Antwort, sondern bekommt diese meistens schon binnen wenigen Minuten.
Doch auch für solche Situationen, in denen man nicht sofort antworten kann, hat sich das Kommunikationsmedium SMS bewährt: Wer nicht direkt auf sein Handy schauen kann, verpasst nichts – die Kurznachrichten bleiben solange im Speicher, bis man sie willentlich löscht. Neue SMS werden direkt im Display des Mobilfunktelefons gemeldet.
Mittlerweile hat das Simsen schon Suchtpotential. Vor allem Teenies verfallen oft und schnell in eine SMS-Manie. Das Problem: Die kleinen Textnachrichten sind mit ca. 14-20 Cent nicht gerade günstig. Zur Kostenkontrolle ist ein Prepaidtarif oder aber ein Handyvertrag mit Gratis SMS sinnvoll.
Wer nicht immerzu an die Flexibilität und Portabilität des Handys gebunden ist, kann auch über das Internet SMS verschicken. Neben kostenpflichtigen Angeboten haben sich auch so genannte Free SMS etabliert. Allerdings sind diese meistens auf ein kleines tägliches Kontingent begrenzt und bieten für gewöhnlich nicht die Möglichkeit, die eigene Handynummer als Absenderkennung einzufügen. Da sich Free SMS nur mit Werbung ermöglichen lassen, sind sie außerdem mit Reklametexten versehen und dadurch etwas kürzer.
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