Führungsseminar im Dialog mit Pferden als Novum

Wer kennt sie nicht, die „Energiefresser“ bei der Arbeit: Konflikte im Team,
Kommunikationsprobleme und den Kampf zwischen den Hierarchien. Wie
Manager, Gruppen-, Team- und Abteilungsleiter mit solchen Situationen umgehen und sie verbessern, können sie auch durch den Dialog mit Pferden lernen. In einem aussergewöhnlichen Outdoor-Seminar, durchgeführt im Reitstall und Saloon San Jon in Scuol/Engadin, dessen Pferde, Infrastruktur und Atmosphäre sich optimal dafür eignen.

Klare Kommunikation gefordert

Was können Menschen von Pferden lernen, das sie im Umgang mit Menschen weiter bringt? Pferde spüren, ob ihm der Mensch mit natürlicher Autorität begegnet oder sich hinter einer Maske versteckt. Das Pferd hat keine Vorurteile und ist für den Menschen ein klarer Spiegel der Persönlichkeit. Es akzeptiert Menschen mit Ehrlichkeit, Vertrauen, Zielstrebigkeit und mentaler Stärke.

Pferde heucheln nicht

Im Seminar macht man sich die spezifischen Verhaltensweisen der Pferde zunutze. Bei Pferden stimmen körperlicher Ausdruck und innere Absicht überein. Heucheln oder das Vertuschen der wahren Absicht kennen sie nicht. Bei vielen Menschen ist das nicht immer selbstverständlich. Möchten wir also vom Pferd als sein „Leittier“ akzeptiert werden, muss unser körperlicher Ausdruck zu unserer Absicht passen. Konsequentes, entschlossenes Handeln ist gefordert. Allerdings geht es nicht darum, das Pferd zu unterwerfen. Der Mensch bietet Führung an und damit Schutz, Sicherheit und Geborgenheit. Diese Klarheit ist Basis für gegenseitiges Vertrauen und für das Pferd ein verlockendes Angebot.

Selbstreflexion und Offenheit

Das „Mensch – Pferd – Management“-Seminar besteht nebst dem Dialog mit Pferden aus einem zweiten Teil. Dem Dialog mit Menschen in freier Natur. Dieser steht unter dem Motto „Wer nichts sieht, muss sich auf den anderen verlassen können“. In der Gruppe wird der Umgang mit unbekannten Situationen geübt. Gemeinsam sind praktische Aufgaben wie das „Seildreieck“, das „Spinnennetz“ oder der „Büchsenalarm“ zu meistern. Absolut ungefährlich, aber bei jedem Wetter und extrem herausfordernd in jeder Beziehung.

Vom einzelnen ist aktive Beteiligung gefordert, um das Erfolgserlebnis für die ganze Gruppe zu sichern. So werden Teamgeist verbessert, Hierarchien durchbrochen, Strategien entwickelt, Vertrauen aufgebaut und auch der Kooperationsstil der Teammitglieder erkannt. Jede Übung wird gleich anschliessend von allen Teilnehmenden einzeln analysiert. Selbstreflexion und Offenheit werden hierbei gefördert, Stärken und Schwächen erlebt und gelernt, damit besser umzugehen. Das Outdoor-Training fördert also stark die sozialen und auch die persönlichen Fähigkeiten.

Autor   Johann F. Dobler
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