Der Massedefekt

Als Massedefekt bezeichnet man den Masseverlust, der stets beim Verschmelzen von Nukleonen (d. s. Protonen und Neutronen) zu einem Atomkern eintritt. Beispiel: Ein Heliumkern ist aus ist aus zwei Wasserstoffkernen (Massewert 1.008145) und zwei Neutronen (Massewert 1,008985) aufgebaut. Sein Massewert ist aber nicht 2 (1,008145 + 1.008985) = 4,034260, sondern nur 4,003873. Die Differenz 0,030387 ist der Massedefekt.

Der Massedefekt entspricht nach dem
Einsteinschen Masse-Energie-Beziehung der Bindungsenergie des Atomkerns. Der Massedefekt beträgt im Allgemeinen knapp 1 % der Gesamtmasse des Kerns, bei leichten Kernen bedeutend weniger. Bei schweren Kernen ist er ebenfalls geringer; daher kann durch Spaltung von schweren Kernen (Uran, Plutonium) in zwei ungefähr gleiche Teilkerne bereits Energie gewonnen werden. Den Massedefekt kann man am besten mit einem Massendurchflussmesser messen.

Autor   Mario Lenitz
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