Anhebung der Studienbeiträge fördert Leistung der Hochschule

Die in Köln ansässige INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft), eine parteiunabhängige Initiative für einen verbesserten Wettbewerb und mehr Arbeitsplätze, hat die Homepage Unicheck.de gegründet, die sich mit der Thematik der Studiengebühren beschäftigt und die Umsetzung der Geldmittel im Hochschulbereich überprüft. Aus diesem Grunde recherchiert eine Redaktion aus Studierenden genauestens alle Fakten und befragt renommierte Kenner der Szene auf diesem Gebiet.

Der Kanzler der als Exzellenz-Hochschule geplanten RWTH Aachen, Manfred Nettekoven, war in einem Interview der Meinung, dass eine Erhöhung der Studienbeiträge unabdingbar sei, wenn der universitäre Bereich in Deutschland international wettbewerbfähig werden wolle. Die derzeit eingehobenen € 500 in einem Semester würden gerade einmal reichen, um die Zahl der Betreuer und Studienmöglichkeiten zu erhöhen, die Leistungsfähigkeit weltweit führender Einrichtungen liege in der Lehre aber laut Nettekoven deutlich höher.

Nur eine kleine Minderheit der Studenten hätte bislang begriffen, dass eine Anhebung der Studiengebühren der Aufwertung der Unterrichtsbedingungen diene und dadurch als eine Zukunftsinvestition zu gelten habe. Eine soziale Ungerechtigkeit kann der Leiter der RWTH Aachen in dieser Maßnahme nicht orten, dafür aber einen wünschenswerten Anlass, die Studienrichtung sorgfältiger auszuwählen. Beispielgebend seien hierbei die Niederlande, wo bereits Schulabgänger sehr genau über die beruflichen Einkommens- und Aufstiegsaussichten der verschiedenen Studienfächer aufgeklärt werden.

Der richtige Zeitpunkt für eine dezente Gebührenanhebung sei laut Nettekoven, der durchaus mehr junge Leute an den Hochschulen begrüßen würde, aber erst, wenn die einschlägige Kreditfinanzierung unter den Studierenden populärer würde – in Großbritannien nehmen 38 % aller Hochschüler diese in Anspruch. Das gesamte Interview mit dem Leiter der RWTH Aachen über Hochschulfragen und die Höhe der Studienbeiträge ist auf der Homepage Unicheck.de abgedruckt.

Autor   Niki Bistricky
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