Urlaub in Norwegen kann so schön sein, gerade für Petrijünger. Eine atemberaubende Landschaft, geschützte Gewässer, große Fische und nette Menschen. Leider ist das Glück nicht immer perfekt. Vor allem diejenigen die eine">

Angelurlaub in Norwegen, zwischen Glück und Horror

Ein Szenario welches immer wieder vorkommt: Ein begeisterter Angler möchte eine Woche ungestört und ausgiebig in Norwegen angeln und bucht einen Platz bei einem Gruppenreisenanbieter. Als Einzelangler wird er einer Gruppe, d.h. einem Ferienhaus und dem dazugehörigen Boot zugeteilt. Man stellt sich vor, fachsimpelt, ist höflich und voller Vorfreude.
Die anderen drei im zugeteilten Ferienhaus kennen sich schon seit langem. Der Einzelangler bringt das Thema auf die verschiedenen Angelarten. Leider stellt sich heraus, die neuen Kumpel möchten es locker angehen, trotzdem möglichst viel fangen, Tiefseefischen, Spinnfischen auf Pollack oder ar Fliegenfischen interessiert sie nicht. Naja, man kann sich ja anpassen, die Hauptsache ist, man ist auf dem Wasser.

Frühmorgens in der Ferienunterkunft angekommen denkt unser Einzelangler: Jetzt geht es los, der Urlaub kann beginnen, die See ist ruhig, der Wind schwach, aber nein, erst einmal ein Bier und noch ein Bier, dazwischen kommt die Einweisung des Anlagenbetriebes in der Boot und es ist klar das Alphatier der drei Angelkumpels wird das Boot steuern, der Einzelangler hat nichts zu sagen. Inzwischen ist es nachmittags. es geht los, leider tut sich nicht viel, der Bootsführer hat die Seekarte in der Hütte liegen gelassen und die anderen Boote sind schon seit Stunden auf dem Meer und nirgends zu entdecken. Abends geht es mit minimaler Ausbeute zurück in den Hafen, aber immerhin unser Einzelangler, unser Newbie hat seinen ersten Lengfisch gefangen, allerdings ist dieser nur zwei oder drei Pfund schwer. Auf dem Boot wurden alle seine Vorschläge eine andere Angelstelle zu suchen erwartungsgemäß abgelehnt.

Da die Gruppe abends ausgiebig feiert (was eigentlich?), dauert es bis mittags des nächsten Tages bis die Truppe wieder rausfährt. Leider frischt am frühen Nachmittag der Wind auf, alle Boote müssen zurück in den Hafen und die nächsten zwei Tage im selbigen bleiben. Erst am vierten Tag wird es besser und unser Einzelangler fängt auch noch einige schöne Fische, ist aber ob der vertrödelten Zeit schwer genervt, zurecht. Hinzu kommt noch ein schwer verqualmtes Ferienhaus und ein einseitiger Speiseplan der aus Konserven, Wurst und Brot besteht. - Die Quintessenz: Drum prüfe wer sich bindet, auch wenn es nur für eine Woche Angelurlaub ist. Ein Tipp, in Foren zum Thema Meeresangeln sich schon Monate im Voraus anmelden, mitmischen und versuchen passende Mitangler zu finden.

Autor   Frank Hamsun
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