Akupunktur
Das Phänomen Akupunktur begann mit einem Mythos im 5 Jahrhundert vor Christus.
Einer chinesischen Sage nach ist die Entdeckung der Akupunktur einem Zufall zu verdanken: Ein Soldat wurde von einem Pfeil leicht an der Hand verletzt und stellte in der Folgezeit fest, dass nicht nur seine Wunde heilte, sondern auch Leiden wie Kopfschmerzen, die ihn zuvor plagten, einfach verschwanden.
Etwa zur gleichen Zeit begründete Laotse den Taoismus, die Lehre von der inneren Gesetzmässigkeit der Natur. Das Tao erzeugt das polare Spannungsfeld zwischen den komplementären Kräften Yin und Yang. Aus diesem Spannungsfeld entstehen alle Dinge - auch die Lebensenergie Qi.Tao und Qi sind nach dieser Anschauung der Ausgangspunkt aller Lebensvorgänge. Wenn man gesund ist, fliesst die Lebensenergie in Harmonie, die Funktionen der Organe sind kräftig und ungestört. Krankheiten sind nach chinesischer Vorstellung auf eine Störung im Fluss der Lebensenergie Qi zurückzuführen. Entweder liegt eine Schwäche oder eine Fülle der Lebenskräfte vor. Auch Blockaden im Lebensenergiestrom können Schmerzen oder andere Gesundheiststörungen und Krankheiten hervorrufen. Die Nadelung der Akupunkturpunkte hat eine nachgewiesene harmoisierenden Wirkung, Fülle wird gedämpft, Schwäche angeregt und Blockaden gelöst, so dass eine ungestörtes harmonisches Fliessen gefördert wird.
Die Akupunkturtherapie wird hierzulande bei chronischen
Schmerzen wie Migräne und Gelenkbeschwerden sowie bei psychosomatischen Erkrankungen wie Neurodermitis, Asthma, Allergien oder Magen-Darmbeschwerden erfolgreich eingesetzt.
Sie kann die Krankheitssymptome oder Schmerzen nicht nur lindern, sondern auch eine ganzheitliche und dauerhafte Gesundung ermöglichen.
Während der Akupunktursitzung treten vielfältige Veränderungen im Körper auf. diese lösen unterschiedliche Empfindungen und Gefühle aus: Der Einstich der Akupunkturnadeln führt zu einer kurzzeitigen Einstichsensation, die meist hell und oberflächlich empfunden wird. Nach dem Nadeln der Akupunkturpunkte empfindet man häufig ein Druckgefühl an den Einstichstellen, das von den Chinesen "Qi Gefühl" genannt wird. Manchmal tritt auch ein Gefühl einer leichten Elektrisierung auf.
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